Am Dienstagabend haben wir gemeinsam mit dem Museumsverein die Lesung des Buchs „Clara – Tochter des Spessarts“ von Lydia Gröbner organisiert.
Die Veranstaltung fand in der voll besetzten Museumswirtschaft des Fuhrmann- und Schneidermuseums statt und fand großen Anklang.
Lydia Gröbner las einige Kapitel aus ihrem Buch vor, erläuterte die Hintergründe ihres Schreibens und die Gründe, wieso sie sich für das Thema des Buches entschieden hat. Die Frammersbacher Geschichte, besonders die der Fuhrmänner, interessiert sie sehr. Bei ihren Recherchen kam schließlich die Frage auf – was passiert mit einem Ort, wenn Fuhrleute monatelang unterwegs sind, wer verwaltete und vesorgte die Höfe und Betriebe, wer kümmerte sich? Es waren die Frauen und Töchter. Aus dieser Idee entstand ihre Romanfigur „Clara“, eine rebellische, starke und kluge Fuhrmannstochter, die im späten 16. Jahrhundert im historischen Frammersbach aufwächst und mit großer Leidenschaft die Pflanzen und Kräuter des Spessarts erforschte. Clara wird aufgrund dieser Leidenschaft der Hexerei bezichtigt und muss schließlich aus ihrer Heimat fliehen. Mit dem Fuhrmannszug macht sie sich auf den Weg nach Antwerpen und steht dort vor den Herausforderungen dieser Zeit als Frau.
Die Zuhörerinnen und Zuhörer lauschten gespannt der Geschichte der Fuhrmannstochter Clara und hatten im Anschluss die Möglichkeit Fragen zu stellen. Hier kam eine bunte Mischung an Fragen auf: Wie ist die Autorin auf die Idee der Geschichte gekommen? Ist es eine feministische Geschichte? Wie entsteht überhaupt ein Roman, schreibt man diesen linear oder würfelt man die Kapitel auch mal durcheinander? Hat die Autorin schon eine Idee für eine Fortsetzung?
Wir möchten Lydia und dem Museumsverein herzlich für diesen interessanten Abend danken!

